Titel: |
Kalender 2010 Kletterzentrum.com | ![]() |
Verlag: |
Kletterzentrum Gaswerk AG, Schlieren/Zürich | |
Seitenzahl: |
12+1 Kalenderblätter | |
Sprache: |
deutsch | |
Preis: |
39 SFr (in der Schweiz, Ausland zzgl. Versandkosten) | |
Für wen: |
Buildering-Freaks, Fans von Zürich und alle Freunde von ungewöhnlichen Stadtansichten - zudem ein Top Weihnachtsgeschenk! | |
Unser Urteil: |
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Wo: |
online bei der Kletterzentrum Gaswerk AG | |
| Rezension:
Wer kennt das Problem nicht - was hänge ich mir als Kletterer im neuen Jahr ins Geschäft, ins Büro oder in die Werkstatt? Mal wieder irgend einen 0815-Werbekalender? Mmhh .... günstig ist die Variante ja schon, aber ne, lieber nicht! Was dann? Der klassische Bergkalender ist doch viel zu bieder und fad - schliesslich sind "wir Kletterer" tief im Innersten ganz anders, anarchistischer, extremer .... Also wie letztes Jahr mal wieder den bewährten Freeclimbing-Kalender? Zwölf mal die Stars der Szene irgendwo im Grenzbereich zwischen 9a+ und 9b? Beeindruckend, zweifellos. Aber welcher Normalkletterer hat schon Lust, +/- 220 Arbeitstage im Jahr die austrainierten Körper der stahlharten Jungs und Mädels im Kampf mit mikroskopisch kleinen Griffen zu bestaunen, wenn einem der Schwimmreif oberhalb des Klettergurts "schon" in der 6a+ oder 7b gehörig die Arme aufpumpt? Da meldet sich doch immer gleich das schlechte Gewissen, wenn der Trainingsabend wieder einmal vorzeitig am Tresen endete. Okay, dann zur Abwechslung mal etwas technisch-neutrales. Wie wärs mit Architektur?! Nicht mein Ding? Hübsche Girls auf teuren Autos? Mag der Chef nicht, ist eher billig als cool und die Kundin neulich hat auch so komisch geschaut. Also auch keine wirkliche Alternative. Die ultimative Lösung des Problems bietet vielleicht das aktuelle Werk des Schweizer Fotografen Stefan Schlumpf, der anlässlich des 15-Jahre-Jubiläums der Kletterhalle Gaswerk ein wahres fotografisches Meisterwerk vorgelegt hat. Was hier bei einem Shooting zusammen mit einigen "jungen Wilden" der ostschweizer Szene während zweier Tage und Nächte in der Bankenmetropole Zürich von seiner Kamera eingefangen wurde, fällt sicher nicht in die Kategorie "schon hundert mal gesehen". Ganz im Gegenteil. Und vor allem bei den Nachtaufnahmen konnte die Atmosphäre so dicht und packend einfangen werden, dass einem zangsläufig der Satz "in the heat of the night" durch den Kopf geht. Da wächst schnell im Betrachter der Wunsch, gleich selber loszuziehen und zusammen mit guten Freuden einfach Spass zu haben, sich treiben zu lassen zwischen den Häuserschluchten und beim Klettern an den Gebäuden der Heimatstadt vielleicht Momente zu erleben, die niemals beliebig reproduzierbar sein werden - aber von der Kamera eingefangen werden können, wenn "der Blick für das Lohnende und das Können für das Fachliche" wie bei Stefan Schlumpf vorhanden sind. Egal was die Passanten denken - have fun! Insofern unterscheidet sich der Kalender von vielen anderen der Kletterbranche - er weckt die Lust auf etwas, das jeder von uns wirklich sofort vor Ort umsetzen kann, auf welchem Level auch immer und egal ob in Berlin, Köln, München, Bern oder Wien - das Argument der langen Anfahrt und Unerreichbarkeit zählt plötzlich nicht mehr. Kleine Abenteuer zum selber erleben anstatt nur zu träumen, zudem direkt vor der Haustür ... Ein weiterer Vorteil: Der Kalender ist im wahrsten Sinne des Wortes Kunst! Und welcher Chef dieser Welt möchte schon als Kunstbanause dastehen. Also bestens geeignet für jeden Arbeitsplatz und trotzdem die Chance, unauffällig hin und wieder die Gedanken abschweifen zu lassen zu einer der schönsten Nebensachen des Welt ... Fazit: Fünf von fünf möglichen Punkten von der Alpinrouten-Redaktion, obwohl unser Herz sonst viel mehr für Naturfels schlägt. Stefan, mach weiter so - einfach geil!! (SR) |
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